Der Kellergipfel

Der Kellergipfel stand auf dem Programm. Das Duell zwischen Tabellenvorletzten und Tabellenletzten sollte vielleicht nicht die höchste Spielqualität garantieren, aber Spannung im Kampf gegen den Abstieg umso mehr. Brisanter wurden die Umstände vor Spielbeginn durch das Nichterscheinen der Schiedsrichter. Daraufhin einigte man sich auf einen Spieler aus Griesheims Reihen, der jedoch regelmäßig für die SKG als Unparteiischer pfeift. Eine ungewöhnliche Konstellation für alle Beteiligten, aber somit war eine kurzfristige Lösung für die Spielleitung gefunden.

Die ersten zehn Minuten gestalteten sich ausgeglichen (4:4). Danach setzten sich die Griesheimer erstmals auf bis zu vier Treffer ab, da auf Seiten der Gastgeber zu viele Torchancen ausgelassen wurden. Bis zur Halbzeitpause blieb man allerdings in Schlagdistanz, und gab nicht wie in der Vorwoche gegen Erbach das Spiel nahezu vorentscheidend bereits im ersten Durchgang ab. Ein moralischer Mutmacher für die zweite Hälfte war ein verworfener Siebenmeter der Gäste nach Ablauf der ersten dreißig Minuten. Damit blieb es vorübergehend beim 10:13.

In der 43. Spielminute fiel dann der Ausgleich. Zuvor tat man sich schwer, die fehlenden drei Tore zum Einstand herbeizuführen. Doch die Partie kippte nicht zu Gunsten der Gastgeber. Die Zwiebelstädter übernahmen erneut die Führung und behielten über die nächsten Minuten stets ein bis zwei Treffer Abstand. Sieben Minuten vor Spielende war es dann soweit: 22:22. In den folgenden vier Minuten fiel kein Tor, bevor dann der MSG der Vorstoß glückte und erstmals die Führung innehatte. Dezimiert wurde die MSG-Truppe in der letzten Minute durch zwei weitere Zeitstrafen. Zu diesem Zeitpunkt stand es zwar schon 24:22, aber Roßdorf/Reinheim vertändelte in der gegnerischen Manndeckung den Ball und der TuS kam zu einem letzten Angriff, nachdem er wenige Momente zuvor schon den Anschlusstreffer erzielt hatte. Die Gäste kamen in doppelter Überzahl zu einem finalen (Ausgleichs-)Torversuch, der auch im Netz landete – doch es war das Auffangnetz hinter dem Tor. Wie anfangs angedeutet, war die MSG-Leistung kein optischer Leckerbissen, aber durch den kämpferischen Einsatz behielt die Zwodd durch das knappe 24:23 die so wichtigen zwei Punkte in Spachbrücken.

Aufgebot: Jonas Müller und Daniel Pinstock (im Tor), Sven Mittelstädter (6), Cecil Reimann, Paul Schöber (6), Felix Scheibl, Timo Wüstendörfer, Jonas Diehl (2/2), Robin Kumuena, Florian Laub (1), Janik Nothnagel (2), Luk Schäfer (4), Simon Roß und Bernd Breitmeier (3). Betreuer: Andreas Heil.

2019-03-26T17:19:32+01:00