Nachdem vor zwei Wochen der Ligaprimus aus Hanau in Roßdorf antrat, reiste diesmal noch weiter aus Osthessen entfernt die Drittligareserve des TV Gelnhausen zur Günther-Kreisel-Halle an. Im Vorfeld war schwierig abzuschätzen, wer bei den Gegnern tatsächlich auf der Platte stehen würde. Deren Aufgebot ändert sich von Spieltag zu Spieltag, da viele junge Nachwuchsspieler innerhalb der Aktiven-Mannschaften rotieren. So bekam es Roßdorf/Reinheim tatsächlich mit einer teilweise unbekannten Startsieben zu tun. Allein das war aber definitiv nicht der Grund, weshalb Roßdorf nach wenigen Minuten mit 0:6 hinten lag – ein bitterer Fehlstart in die Partie aus Sicht der Gastgeber. Sie fanden danach zwar allmählich in die Begegnung und erzielten ihre ersten Treffer, aber aufholen konnten sie erstmal nicht. Im Gegenteil: Der Rückstand erhöhte sich noch weiter und gipfelte bei neun Toren Abstand (9:18) zur Halbzeitsirene.

Was anderes als ein temporeicher Spielstil kam nun gar nicht mehr in Frage. Es waren schnelle Angriffe geplant, um sich irgendwie noch die Möglichkeit zu erarbeiten, doch noch etwas Zählbares aus dem Abend mitnehmen zu können. Zum 15:21 hatte man schon verkürzen können und es boten sich Torchancen, die Aufholjagd fortzusetzen. Leider scheiterte man dann einige Male frei am Gelnhäuser Keeper. Hinzu kamen ebenfalls wieder einfache Ballverluste, die der TVG direkt zu seinen Gunsten in Torerfolge umwandelte. 10-15 Minuten vor Schluss dämmerte dann solangsam die Gewissheit, dass wohl die nächsten beiden Heimpunkte verloren gehen würden. Die Barbarossastädter ließen entsprechend nichts mehr anbrennen, spielten gut und nutzten die bisher schwächste Saisonleistung der MSG aus. Die H1 bleibt zwar nach dem Endergebnis von 26:34 Landesliga-Dritter, die Gäste katapultierten sich durch diesen Auswärtssieg an die Tabellenspitze.

Siebenmeter: MSG 5/5 – TV 6/9
Zeitstrafen: MSG 14min – TV 10min

Aufgebot: Basti Lang und Jan Metzen (im Tor), Sascha Ruzzini (2), Kai Stuckert (2), Tim Pfeiffer (6/5), Max Demerath, Andre Appel (1), Julian Tröller, Steffen Müller (3), Florian Lang (1), Bernd Breitmeier, Yanick Ballensiefen (5), Luk Schäfer (3) und Lars Schmid. Trainer und Betreuer: Christian Zölls, Timo Heck und Inga Uhl.